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Prag - die Vielfältige

Viele Beinamen wurden der tschechischen Hauptstadt über die Jahrhunderte gegeben, dabei ist der oben genannte keiner davon. Damit möchten wir Ihnen jedoch einen Vorgeschmack geben auf eine facettenreiche Stadt, deren Geschichte mehr als dreißigtausend Jahre alt ist.

 

Archäologische Funde haben nämlich ergeben, dass die Menschen bereits damals Mehl gemahlen haben, ist man doch vordem von einem deutlich späteren Zeitpunkt ausgegangen. Erst vor einem Jahr – im Sommer 2018 – fanden Historiker in Ostböhmen einen sechstausend Jahre alten Holzbrunnen, dessen Fertigung eine ebenfalls anders datierte Handwerkskunst erforderte.

Einige Jahrtausende später – genauer im ersten Jahrtausend v.Chr. – besiedelten Kelten aus dem Rhein-Main-Donau-Gebiet neben einigen anderen Regionen auch das Prager Becken. Dort gingen sie um 50 v.Chr. in dem germanischen Volksstamm der Markomannen auf, der seinerseits im siebten Jahrhundert von den zuwandernden Slawen vereinnahmt wurde.

So interessant diese frühen Besiedlungsspuren auch sind, soll es hier doch um die Schätze gehen, die Sie bei Ihrer Busreise Prag in die tschechische Hauptstadt erleben können. Dabei soll Ihnen ein klein wenig Stadtkunde den Weg weisen und vielleicht auch die Wartezeit bis zu Ihrem Aufbruch in die Goldene Stadt verkürzen.

Falls Sie den gewünschten Beitrag unserer Leser in der letzten Woche verpasst haben, dann schauen Sie direkt einmal hier vorbei um den Blog zu einer Reise der Polarlichter zu lesen.

Prag, das Herzstück Europas

Über Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt immer mehr zur mittelalterlichen Metropole. Doch 1303 war eines der Wahrzeichen Prags – die Prager Burg – bei einem verheerenden Brand nahezu zerstört worden. Dreißig Jahre später veranlasste der zukünftige Kaiser Karl IV. den Wiederaufbau.

Das vierzehnte Jahrhundert war dann auch im wesentlich von seiner Regentschaft als römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien und römisch-deutscher Kaiser, geprägt. Er erhob Prag zur kaiserlichen Residenzstadt und gründete 1348 die erste Universität in Mitteleuropa, die Karls-Universität. Sein Nachkömmling, Wenzel IV. führte später die unter Karl begonnen Bautätigkeiten fort. Seine Entmachtung im Jahr 1400 setzte all dem jedoch ein abruptes Ende. Auf unserer Busreise Prag werden Sie die Geschichte der Stadt hautnah erleben.

Busreise Prag

Prag, die Stadt der hundert Türme

Wo sich dieser Name herleitet, ist nach der Anreise auf unserer Busreise Prag nicht mehr schwer zu erraten. Obwohl schon seit mehreren Jahrhunderten so genannt, ist die Bezeichnung allerdings heute noch treffender als jemals zuvor. Falls Sie die Zeit dazu finden, zählen Sie doch einfach mal nur so aus Spaß ein paar der Türme und Aussichtstürme durch. Im Lauf der verschiedenen Epochen ist die Zahl auf satte fünfhundert angestiegen.

Busreise Prag

Prag, die Herrin von ganz Böhmen

Wir haben ja bereits von Ihrer festen Absicht gehört, die Prager Burg zu erklimmen. Sollten Sie dies über die Alte Schlosstreppe tun, dann sind die Erkundung von Burghof und Gemächer des gotischen Alten Königspalastes (Starý královský palác) Ihre wohlverdiente Belohnung. Für den Weg empfehlen wir festes Schuhwerk und jede Menge Atem.

Wenn Sie es dann wirklich bis hierhin geschafft haben, möchten Sie vielleicht die Gelegenheit nutzen und auf dieser Busreise Prag das berühmteste romanische Bauwerk Prags – die St.-Georgs-Basilika (Bazilika sv. Jiří) auf der Burg – besichtigen. Ebenso sehenswert ist der gotische St.-Veits-Dom (Katedrála svatého Víta), der zu den Perlen des europäischen Architekturerbes zählt. Jetzt sind es nur noch 287 Stufen den Turm hinauf, bevor Sie den weniger (Todes-)Mutigen von der schönsten Aussicht auf die Prager Burg vorschwärmen können. Übrigens befindet sich hier auch die größte Glocke Tschechiens, mit Namen Zikmund.

Doch fast wie von Zauberhand führen Ihre Füße Sie dann in das Goldene Gässchen. Hier lebten und schafften die Alchemisten zurzeit Rudolf II. Natürlich gab es nicht wenige Scharlatane unter den ernsthaften Wissenschaftlern. Doch leider ist der Name dieser Straße kein Programm. Zumindest hat niemals jemand etwas über die geheimnisvolle Formel zur Herstellung von Gold berichtet oder verraten.

Sollten Sie jedoch in einem verborgenen Winkel der Gasse zufällig über die Rezeptur stolpern, möchten wir uns Ihnen schon jetzt wärmstens für das eine oder andere funkelnde Zubrot empfehlen.

Busreise Prag

Prag, die magische Stadt

Ein wenig gruselig aber vor allen Dingen magisch, geht es in den Legenden der Stadt zu. Die bekannteste Sage handelt vom jüdischen Rabbi Löw. Aus Lehm erschuf der Gelehrte einen Golem, denn dieser sollte das jüdische Ghetto vor allem Unheil beschützen. Wenn auch menschenähnlich in seiner Gestalt, konnte der Golem nur im Verborgenen auf dem Dachboden der Altneu-Synagoge leben.

Bitte erschrecken Sie nun nicht, falls Sie sich unsicher darüber sind, ob es das Geheimnis von Rabbi Löw bis in unsere Zeit geschafft hat – jegliche Golem-Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind sicher reiner Zufall.

Den Tüftelfreunden unter Ihnen ist das Gemälde „Tod des hl. Xaverius“, welches sich in der St. Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite befindet, möglicherweise ein zweiter Blick wert. Ein Geheimnis soll sich hierin verbergen. Können Sie es lüften und die Wahrheit aufdecken? Stellen Sie sich nur diese Sensation vor. Auf der ganzen Welt würde man Ihren Namen in Ehrfurcht aussprechen.

Bitte seien Sie versichert, dass wir in diesem Fall Ihrer spontanen Abreise keine Steine in den Weg legen werden. Des kostbaren Schatzes, der mit dem Erfolg einhergehen soll, würden wir uns derweil aufs Sorgfältigste annehmen.

Busreise Prag

"Prag, die Stadt gebaut aus Stein und Kalk"

Zitat nach Ibrahim ibn Jaqub (jüdisch-arabischer Kaufmann, 10. Jahrhundert)

Erste Formen nahm die Stadt mit dem Bau der Prager Burg und der zugehörigen vorgelagerten Siedlung im neunten Jahrhundert an. Das Jahr 870 gilt hierbei als offizielles Gründungsdatum. Eine weitere Burg auf dem Vyšehrad wurde im folgenden Jahrhundert auf der rechten Moldauseite (Vltava) errichtet. Diese diente dem Geschlecht der Přemysliden, die ihrerseits fast durchgängig bis 1306 die Herrscher stellten, als Sitz.

Umgeben von zwei starken Burgen breitete sich die Population in den nachfolgenden Jahrhunderten auf beiden Seiten der Moldau aus. Um 1230/1234 ließ Wenzel I. die größte der Siedlungen an der Moldaubiegung (Altstadt) befestigen und verlieh ihr den Rang einer Stadt. Damit wurde Prag zur königlichen Residenzstadt.

Gut zwanzig Jahre später vertrieb Wenzels Sohn Ottokar II. die in der alten Burgsiedlung lebende Bevölkerung und gründete die erste Prager Neustadt (Nova civitas sub castro Pragensis), die heutige Kleinseite (Malá Strana). In den hierauf folgenden Jahrzehnten (vor 1320) wurde von dem Burggrafen Hynek Berka von Dubá eine dritte Stadt in direkter Westlage zur Burg errichtet, die Hradčany (Burgstadt).

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Prag, die Goldene Stadt

Die genauen Ursprünge des hier verwendeten Beinamen Prags sind unklar, doch gibt es dazu einige Theorien:

  • Unter der Regentschaft Kaiser Karl IV. wurden die Türme der Prager Burg vergoldet.

  • 1583, also knapp zweihundert Jahre später, wurde Prag durch den Herrschaftsantritt von Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, König von Böhmen, König von Ungarn und Erzherzog von Österreich, erneute Kaiserresidenz. Während seiner Regentschaft wurde Prag zum Zentrum des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Mitteleuropa. Er holte namhafte Wissenschaftler wie Johannes Kepler (deutscher Mathematiker, Astronom, Astrologe) in die alte, neue Residenzstadt. Dem Ruf folgten auch eine Reihe von Alchemisten, deren vorderster Ziel ja bekanntlich die Erschaffung von Gold sein sollte.

  • Bei Ihrer eigenen Erkundung Prags werden Sie es selbst feststellen können. Werfen Sie einen guten Blick von der Burg auf die Stadt, das Panorama ist mehr als beeindruckend. Und falls Ihnen die Wettergötter hold sind, wird sich genau dann der Himmel öffnen und einige Sonnenstrahlen auf Prag schicken. Diesen Anblick werden Sie bestimmt nie vergessen, denn die Sandsteintürme werden für Sie in den schönsten Goldtönen erstrahlen.

Busreise Prag

Prag, die Mutter aller Städte

Prag hat in den mehr als tausend Jahren seit der Grundsteinlegung zur Burg eine sehr wechselvolle und auch leidvolle Vergangenheit hinter sich. Hier seien die Prager Fensterstürze exemplarisch genannt.

Zu Beginn der Hussitenkriege 1419 stürmten fanatische Reformanhänger das Neustädter Rathaus am Karlsplatz und warfen den Bürgermeister sowie neun weitere Personen aus dem Fenster. Keiner von ihnen wurde anschließend am Leben gelassen.

Ebenfalls religiös motiviert war der Zweite Prager Fenstersturz, bei dem protestantische Ständevertreter zwei königliche Statthalter und einen Kanzleisekretär siebzehn Meter tief in den Burggraben stürzten. Alle drei Männer überlebten und konnten entkommen. Doch waren die Folgen für Europa nicht ganz so glimpflich, denn die Geschehnisse lösten den dreißigjährigen Krieg aus.

Im Februar 1948 wurde der Außenminister Jan Masaryk, Sohn des ersten Präsidenten der Tschechoslowakei, im Alter von 52 Jahren ermordet. Aufgefunden wurde er im Hof des Palais Czernin, dem Sitz des Außenministeriums. Dies geschah um die Zeit des kommunistischen Umsturzes. Die Umstände seines Ablebens waren jahrzehntelang ungeklärt. Erst 2002 konnte nachgewiesen werden, dass Jan Masaryk Opfer des heute als Dritter Prager Fenstersturz bekannten Ereignisses war.

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Prag, das Haupt des Königreichs

An König und Kaiser Karl IV. erinnert die Karlsbrücke wie kaum ein anderes Bauwerk der Stadt. Einunddreißig Statuengruppen und zwei mächtige Türme säumen die fünfhundert Meter lange Brücke.

Sollte die Uhr auf Ihrer Tour zur vollen Stunde schlagen, halten Sie doch einen kleinen Moment inne. Optimalerweise befinden Sie sich am Altstädter Rathaus mit seinem siebzig Meter hohen Turm. Dieser ist zwar auch den einen oder anderen Blick wert, doch achten Sie auf die einzigartige astronomische Aposteluhr, die zwischen 9.00 und 23.00 Uhr bei jeder Stundenumdrehung eine Prozession der zwölf Apostel zeigt. Den Turm können Sie sogar barrierefrei „erklimmen“.

Natürlich fehlt Ihnen noch etwas aus der Renaissance in Ihrer Architektursammlung der Busreise Prag. Auf dem Hradschin-Platz könnten Sie den Palais Schwarzenberg bestaunen und unweit davon ein wenig in filmischen Erinnerungen schwelgen, wenn Sie dem Palais Martinic (Drehort der Fernsehserie „Borgia“) Ihre Aufmerksamkeit schenken.

Auch wenn Ihre Füße und Beine nun langsam ein wenig schwer erscheinen, vor dem (kulturellen) Nachtisch wollen Sie sich doch bestimmt nicht in Ihr Hotel zurückziehen – oder? Denn die St.-Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite steht in dem Ruf, das wertvollste Barockgebäude nördlich der Alpen zu sein. Hier tummelte sich schon Mozart, dessen Liebe für das Bauwerk wahrscheinlich viel mit der darin installierten Orgel und ihren viertausend Pfeifen zu tun hatte.

Halten Sie Ihren Appetit auf das landestypische Abendessen noch ein klein wenig im Zaum. Eines der größten Barock-Gebäudekomplexe in Mitteleuropa – das Clementinum – wartet sicherlich bereits sehnsüchtig auf Ihre Erkundung. Insbesondere den Bibliothekssaal sollten Sie dabei nicht missen. Hier befindet sich ein absolut einzigartiger Globus aus dem 18. Jahrhundert.

Busreise Prag

Prag, das Haupt der Republik

In Anlehnung an den Titel „Haupt des Königreiches“ ist der hier aufgeführte Beiname Prags zu sehen. Das große Stadtwappen enthält unter anderem ein rotes Band, auf dem dieser Wahlspruch in lateinischer Sprache Praga Caput Rei Publicae“ zu lesen ist.

Zwar weniger schillernd, jedoch mit großer Aussagekraft, ist ein Titel, den Prag seit 1992 trägt. Der Berg Hradschin und die darauf errichtete Prager Burg, der Stadtteil Kleinseite, die Altstadt einschließlich Karlsbrücke und Josefstadt sowie die Neustadt sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Eintausend Jahre Prag!

Zeiten der Blüte wechselten mit denen voller Tränen. Zeitzeugen, stumm und gewaltig, erzählen uns leise davon. Das Stadtgebiet ist durchzogen mit romanischen Rotunden, gotischen Kathedralen sowie Barock- und Renaissance-Palästen. Meisterwerke der unterschiedlichsten Stilrichtungen zeugen heute noch von der einstigen Pracht. Doch erstrahlt Prag heute vielleicht mehr als jemals zuvor.

Lassen Sie sich auf der Busreise Prag von dieser Stadt und ihrer Seele bezaubern. Nehmen Sie so viele Eindrücke in sich auf, wie es Ihre Zeit zulässt. Wenn es dann an den Abschied geht, lassen Sie Ihre Gedanken bitte einfach fliegen. Vielleicht schicken Sie noch einen stillen Tribut hinaus, denn einen Beinamen werden Sie in keinem Geschichtsbuch finden: Die Überlebenskünstlerin.

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