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Eine Busreise nach Spanien – zwischen Idylle und guter Laune an der Costa Maresme

busreise nach spanien

Wir haben uns auf eine Reise begeben von Mataro über Calella, Pineda de Mar, Santa Susanna bis nach Malgrat und Lloret de Mar.
Die Costa del Maresme liegt an der Küste von Katalonien und wurde früher noch zur Costa Brava gezählt, die aber nur bis Blanes reicht. Der Abschnitt zwischen Barcelona und Blanes ist dann die Costa del Maresme, wobei der Name eher regional bekannt ist als international. Seit mehr als 50 Jahren ist diese Reiseregion in Spanien bei Touristen beliebt und hat mehr zu bieten als die meisten glauben. Wenn man Namen wie Lloret oder Calella hört, denken die meisten an „Partyurlaub“ für Teenager, was in den Sommermonaten zwar auch stimmt, aber bei langem nicht alles ist, was diese Region zu bieten hat.

 

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Unsere Busreise begann in Mataró und führte uns in die bekannte Stadt Calella

Mataró ist von Barcelona aus gesehen der erste größere Ort, durch den man gelangt. Wir haben uns hier die archäologische Fundstätte „Torre Llauder“ aus der Römerzeit angesehen, welche die Reste der Stadt im 1.-3. Jahrhundert zeigt. Eine Besonderheit der Stadt ist, dass Sie die erste Eisenbahnlinie der iberischen Halbinsel besaß und das im Jahr 1848. Hierzu kann man sich auch am Bahnhof weiter informieren lassen. Außerdem gibt es noch die „Santa Maria Basilika“ aus dem 15. Jahrhundert, die für alle Kulturinteressierte einen kleinen Besuch wert ist. Für alle klassischen Urlauber ist hier der langgezogene Strand mit besonders breiter Strandpromenade zum Bummeln interessant. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, von kleinen Shoppingläden bis zu netten Cafés und Restaurants. Wie für diese Region üblich, gibt es hier samstags die Wochenmärkte, auf denen man von Haushaltswahren bis zu frischem Gemüse alles bekommt. Wir haben uns einen der sechs verschiedenen Märkte ausgesucht und wie immer sind wir mit mehr als einer Tüte zurückgekommen.

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Weiter ging es für uns in die bekannte Stadt Calella, welche neben Lloret meistens leider nur für ihre Partymeile bekannt ist. Jedoch haben wir uns hier gar nicht zwischen feierwütigen Teenagern wiedergefunden, sondern in einer Stadt die wir eher als familienfreundliches und aktives Badeurlaubsdomiziel erlebt haben. Natürlich ist hier in den Sommermonaten auf der Partymeile viel los, was sich aber nicht auf die ganze Stadt verteilt. Calella ist noch so klein, dass es für Teenager und damit auch für Familien ungefährlich ist, sich hier allein zurechtzufinden. In der Nebensaison wird die Stadt zu einem ruhigen Ort zum Entspannen. Der Strand direkt an der Stadt hat uns sehr begeistern, welcher zudem auch mit einer Blauen Flagge ausgezeichnet ist und somit eine hervorragende Wasserqualität und Ausstattung bietet. Für alle die sich nicht mit so vielen Menschen am Strand räkeln möchten, gibt es rechts und links vom Hauptstrand noch weiter kleine, aber vornehmlich mit Kiesel bestückte Strände. Andererseits kann man das auch gleich mal nutzen um sich z.B. den Leuchtturm anzusehen. Hier haben wir uns noch das zugehörige Museum angesehen, bei dem man allerdings die Öffnungszeiten im Auge behalten muss. Die Schöne Innenstadt haben wir genutzt um ein bisschen zu shoppen, wobei wir viele kleine Stände mit Leckereien entdeckten und das Flair genossen. Allerdings ist die Altstadt dafür schöner als die Neustadt. Dazu kommt, dass die Altstadt etwas abgelegen von der Partymeile liegt, weshalb hier selten die Teenagergruppen unterwegs sind. Für Alle, die etwas ins Grüne möchte, aber sich nicht so weit aus der Stadt raus bewegen möchten, gibt es hier den Park Dalmau, welcher auch mehrere Spielplätze in sich birgt. In diesem Park haben wir wenige Touristen und in der Mittagszeit viele Einheimische angetroffen. Für schlechtes Wetter gibt es hier noch ein kleines Museum, welches die Geschichte der Stadt erzählt und interaktiv gestaltet ist. Calella lohnt sich bei einer Busreise nach Spanien auf jeden Fall, auch wenn man keinen Partyurlaub plant.

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Die familienfreundlichen Urlaubsorte Pineda de Mar und Santa Susanna

Der nächste Stopp führte uns in den kleinen Küstenort Pineda de Mar. Dieser Ort ist ruhiger als die Anderen, aber hat einen der längsten Strände der Küste. Er eignet sich für Flugreisende sehr gut, da die Bahnanbindung z.B. nach Barcelona sehr gut ist. Außerdem ist es ein optimaler Ausgangsort für Ausflüge in die Umgebung, ohne den Trubel den ganzen Urlaub um sich zu haben. Für Kulturbegeisterte gibt es hier das römische Aquädukt aus dem 2. Und 3. Jahrhundert und die Burg Montpalan auf dem Hügel der Stadt, von der aus wir einen wunderbaren Blick hatten. Für Familien gibt es am Strand viele kostenlose Wassersport-und Freizeitaktivitäten. Insgesamt ist die Stadt sehr traditionell und wir haben hier nicht so deutlich wie in den anderen Städten gemerkt, dass sie vom Tourismus erfasst wurden. Insgesamt ist hier alles etwas entspannter. Auch deshalb wurde diese Stadt sogar schon mit dem Gütesiegel für Familienurlaubsziele ausgezeichnet.

Die zweite Hälfte unserer Busreiche nach Spanien brachte uns als erstes nach Santa Susanna. Zwischen Santa Susanna und Pineda de Mar liegt der große und noch relativ junge Nationalpark Montnegre, der etwa 15.000 Hektar umfasst. Hier kann man geführte Wandertouren buchen, wobei es extra welche für z.B. Familien gibt, oder auch mit dem Mountainbike durch den Wald fahren. Für alle die es ruhiger mögen gibt es unten am Meer viele Wassersportmöglichkeiten und Wasserspielplätze. Außerdem gibt es viele Sportplätze oder Golfkurse, da diese Stadt für Familien und Sporturlaube bekannt ist und auch viele Wettkämpfe hier ausgetragen werden. Für den klassischen Touristen gibt es hier eine schöne Innenstadt, in der man schön verweilen und shoppen kann und wenn es mal zu heiß wird zum Laufen, dann gibt es eine Bimmelbahn welche uns sogar zum Naturpark gebracht hat. Wir lieben die regionalen Märkte und deshalb haben wir uns auch hier am Samstag wieder auf einen begeben. Jeden Samstag gibt es hier den Wochenmarkt, das ganze Jahr über. Und jeden 1. Und 3. Samstag gibt es sogar einen großen Flohmarkt. Weniger bekannt aber fehlen sollte Santa Susanna auf einer Busreise nach Spanien jedenfalls nicht.

Malgrat und Lloret de Mar - mehr als nur Partymetropole

Die letzten beiden Städte, die auf unserer Reise lagen, sind meistens etwas bekannter und zwar Lloret und Malgrat de Mar. Malgrat de Mar ist ähnlich bekannt und auch ähnlich groß wie Calella. Und auch bier gibt es neben dem berüchtigten Nachtleben noch mehr zu entdecken. Der Parc de Castell ist z.B. sehr beliebt, denn er liegt auf dem Berg der Stadt und ist wunderschön! Wir sind mit der zugehörigen Seilbahn hochgefahren, man kann es aber auch zu einem Tagesausflug ausweiten und hoch oder runter vom Berg wandern. Natürlich nur wenn es nicht zu warm ist und man entsprechendes Schuhwerk dabeihat. Die Aussicht hier oben verrät auch, warum die „Wilde Küste“ ihren berühmten Namen bekommen hat, denn sie ist gespickt mit rauen Felsen und Buchten die immer wieder von Städten und feinen Städten unterbrochen werden. Neben der attraktiven Lage durch die gute Bahnanbindung, fällt Malgrat auch durch die schöne Altstadt auf, die für uns wirklich beeindruckende und alte Bauwerke zu bieten hatte. Auch hier bietet sich wieder ein schöner Stadtbummel an.

Als letztes sind wir auf unserer Busreise nach Spanien in die angebliche Partymetropole Lloret de Mar gefahren. Als wir wussten wo am Abend das Nachtleben startet haben wir uns auch ordentlich ferngehalten. Klingt erstmal doof, aber abseits der Clubs der Stadt bekommt man davon auch rein gar nichts mit! Im Gegenteil dazu hat uns die Stadt Lloret mit ihrer Vielfältigkeit überrascht. Die Strandpromenade an deren Ende das Rathaus steht, sieht herrschaftlich aus. Dazu gibt es über die Stadt verteilt viele Herrenhäuser was darauf zurückzuführen ist, dass einige Katalanen früher nach Amerika auswanderten und von der Heimatliebe getrieben, aber mit viel Geld in den Taschen, zurückkehrten, wie uns erzählt wurde. Auch an Kultur gibt es hier einiges zu entdecken und zwar einmal das Kloster aus dem 10 Jahrhundert und die Festung Sant Joan, welche einen atemberaubenden Blick über die Stadt bietet. Aber auch die Siedlung Roca Grossa auf dem höchsten Berg der Stadt ist einen Tagesausflug wert. Die botanischen Clotilde Gärten sind auch wunderbar für einen schönen Spaziergang und etwas Abwechslung. Also ganz entgegen unserer Erwartungen hatte auch Lloret viel mehr zu bieten als nur die Megaparks für Clubgänger.

Eigentlich ist es etwas schade, dass diese Region oft als Domizil für Partyreisen abgestempelt wird, weil sie so viel mehr zu bieten hat. Unser Fazit ist, dass es hier für jeden etwas Reizvolles in dieser vielfältigen Region gibt und dazu ist es auch noch ein günstiges Reiseziel!

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